Friedrich Eckstein und der große Brockhaus

Ramen, FSMoSophen und Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Friedrich Eckstein, einem Theosophen und dem Vorläufer der Wikipedia, fort.

Friedrich Eckstein, ein früher Allrounder, war ein österreichischer Polyhistor, Literat, Freimaurer, Mäzen, Theosoph und intimer Kenner alter Geist-Erkenntnis. Er wurde in Perchtoldsdorf als eines von zehn Kindern eines Chemikers und Erfinders geboren. Seine jüdische Familie gehörte dem Wiener Großbürgertum an.

Über den Stammtisch seines Vaters lernte er Sigmund Freud kennen. Sie blieben lebenslange Freunde. Eckstein hat ihm Yogastunden gegeben. Bei literarischen Stammtischen in Wiener Cafés traf er auch Karl Kraus, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Hugo Wolf, Hugo von Hofmannsthal, Franz Werfel, Rainer Maria Rilke, Robert Musil, Adolf Loos oder Leo Trotzki. Also ganz Wien und mehr. Er traf auch Anton Bruckner und wurde später dessen Schüler und späterer Förderer und Privatsekretär. Eckstein interessierte sich auch für germanische und spanische Mythen, Templer, Freimaurer, die Wagnerische Mythologie und für orientalische Religionen. Ich glaube, ich hätte Eckstein gerne kennengelernt.

Rudolf Steiner dagt: Es ist Friedrich Eckstein, der ausgezeichnete Kenner jenes alten Wissens. Friedrich Eckstein hat, solange ich mit ihm verkehrte, nicht viel geschrieben. Was er aber schrieb, war voll Geist. Aber niemand ahnt aus seinen Ausführungen zunächst den intimen Kenner alter Geist-Erkenntnis.

Eckstein wurde durch Franz Hartmann in die Theosophie eingeführt. Er wurde auch Vegetarier. 1886 erhielt er eine von der Blavatsky persönlich unterzeichnete Stiftungsurkunde für die Wiener Zweigstelle der Theosophischen Gesellschaft (TG). Damit gründete er 1887 die erste offizielle Loge dieser Gesellschaft in Österreich, deren Präsident er wurde.

Blavatsky und Besant berieten sich gerne mit ihm. Er verkehrte mit Olcott und bis zu dessen Wegzug aus Wien mit Steiner, welcher Eckstein sehr schätzte.

Friedrich Torberg sagt: Es gab keine Frage, die [Friedrich Eckstein] nicht unverzüglich beantworten konnte, ja manchmal nahm er die Antwort ahnungsvoll und kenntnisreich vorweg, ohne die Frage abzuwarten. Man raunte sich zu, dass der große Brockhaus, wenn er etwas nicht wußte, heimlich aufstand und im alten Eckstein nachsah.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(intimer Kenner alter Geist-Erkenntnis & Pirat)

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