William Miller, 2 weiterere verpasste Weltuntergänge, und die Adventisten

Ramen, Weltfortführungsgläubige!

Der Weltuntergangsprophet William Miller war US-amerikanischer Farmer, Friedensrichter, Hilfssheriff, Soldat und Freimaurer. Die Freimaurerei war doch nichts für ihn, so gab er sich wieder dem ausführlichem Bibelstudium und der Predigt hin. Als er folglich seinen Weltuntergang berechnet hatte, welcher 13 Jahre in der Zukunft liegen sollte, sprang er am Tage X voller Erwartungen vom Scheunendach. Als sonst nichts passierte folgte die große Enttäuschung und nichtsdestotrotz, eine neue Weltuntergangssekte ward nach seinem Tode in die Welt gesetzt: Die Adventisten.

Leben

Er war nicht besonders gebildet, aber besonders belesen. Das ist eine gefährliche Ausgangssituation. Er war Baptist, wurde dann aber zum Deisten und Freimaurer, kurzfristig.

Wikipedia sagt: Seinen offiziellen Austritt aus der Freimaurerloge erklärte Miller im September 1831. Im selben Jahr begann Miller zu predigen. Auf das Buch Daniel 8–9 gegründet, glaubte Miller, dass bereits 2300 Jahre seit dem Gebot der Wiederherstellung Jerusalems überschritten waren und Jesu zweite Wiederkunft bevorstünde. Dieses Gebot wurde vom Schreiber Esra durch Artaxerxes I. von Persien im 7. Jahr seiner Herrschaft (d.h. 457 vor Chr.) gegeben und wird in Esra 7,12–26 genau geschildert.

Markus Gansel sagt: 21. März 1844. Dieses Datum wurde durch den amerikanischen Babtistenprediger William Miller im Jahre [1831] verkündet, welcher den Termin aus den Wörtern und Zahlen der Bibel errechnet haben wollte. Eine Million Menschen glaubten ihn und verschenkten Hab und Gut, was sie am 22. März 1844 wohl schwer bereut haben dürften. Nachdem der „Doomsday-Termin“ verstrichen war, gab Miller bekannt, sich geirrt zu haben: Er hätte den Beginn der „Reinigung durch Christus“ gemeint.

Stellen Sie sich vor, er hat den Weltuntergang mit Hilfe der Bibel auf den Tag genau berechnen können, ganz ohne Maya-Kalender! Viele Milleristen gaben ihre Besitztümer auf und ließen ihre Sklaven frei. Man wartete den ganzen Dienstag lang, aber Jesus kam nicht.

Hiram Edson sagte: Our fondest hopes and expectations were blasted, and such a spirit of weeping came over us as I never experienced before. It seemed that the loss of all earthly friends could have been no comparison. We wept, and wept, till the day dawn.

Henry Emmons sagte: I waited all Tuesday [October 22] and dear Jesus did not come;– I waited all the forenoon of Wednesday, and was well in body as I ever was, but after 12 o’clock I began to feel faint, and before dark I needed someone to help me up to my chamber, as my natural strength was leaving me very fast, and I lay prostrate for 2 days without any pain– sick with disappointment.

Als der Weltuntergang nicht kam, hat der wilde Mob in Toronto eine Kongregation geteert und gefedert. Danach verließen ihn viele Milleristen, jedoch folgen ihm auch heute noch Millionen. Dieser US-christidiotische Bullshit hat Europa schon längst erreicht. Miller selbst wartete bis zu seinem Tode hoffnungsvoll auf die Parusie.

Die Adventisten

Markus Gansel sagt: Wenn der 1998 mal wieder über die Ufer getretene Rhein es nicht schaffen sollte, eine neue Sintflut auszulösen, kann es uns immer noch 1999 treffen, dem Weltuntergangs-Stichtag der Adventisten.

Die Adventisten (lat. adventus „Ankunft“) sind eine US-christidiotische Erweckungsbewegung bzw. Weltuntergangssekte, welche 1860 gegründet wurde. Adventisten erwarten erneut den zweiten Advent, i.e., die Wiederkunft Jesu Christi nachdem dieser am 21. 3. 1844 nun doch nicht gekommen ist. Heutzutage warnen Adventisten vor einer Fixierung des Weltunterganges, da laut Bibel der Zeitpunkt den Menschen verborgen bleibe, jedoch sagen sie, dass das Ende nahe ist! Man will so Weltuntergangshypes aber auch Gleichgültigkeit vermeiden. Adventisten sind außerdem bibeltreue Kreationisten.

Von offizieller Seite distanzieren sich die Adventisten seit einigen Jahren von „sämtlichen Berechnungen und Spekulationen über die Wiederkunft Christi“. Man bemüht sich klarzustellen, das die Gemeinschaft der Adventisten „nicht Daten für das Weltende festlege, noch seit ihrer Gründung im Jahre 1863 so etwas jemals getan hätte.“

Übeigens, von den Adventisten stammen die anderen Narren, die Zeugen Jehovas, ab:

Wikipedia sagt: Bibelforscherbewegung: 1881 gründet Charles Taze Russell die Zion’s Watch Tower Tract Society, aus der sich das Missionswerk der heute als Jehovas Zeugen bekannten Gemeinschaft entwickelte. Davor gab er mit dem Adventisten Nelson Homer Barbour die missionarische Zeitschrift Herald of the Morning heraus, die die Lehre einer unsichtbaren Wiederkunft Christi verbreitete.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(Antiabrahamitischer Pirat)

PS: Ein Aussteiger berichtet: http://fwpn.de/radio-fnordwind-00015

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