Rudolf von Sebottendorf und die Thule-Gesellschaft

Ramen Piraten!

Lasset uns meine neue Serienpredigt genannt

Braune Esoterik,

welche selbstverständlich von meiner alten Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie deutlich abgegrenzt ist, bei Rudolf von Sebottendorf, einen Begründer der Thule-Gesellschaft, fortsetzen.

Umberto Eco sagt: Die Thule-Gesellschaft – der Missing Link zwischen der SS und den Sieben Zwergen.

Adam Alfred Rudolf Glauer genannt Rudolf von Sebottendorf war Esoteriker im Vorfeld der Nazis, Abenteurer, Okkultist, Freimaurer, Astrologe, Numerologe, Sufi, Alchemist, Theosoph, Verleger und Antisemit.

Leben

Wikipedia sagt: Sebottendorff was an agent of the German military intelligence in neutral Istanbul during the period 1942–1945, while apparently also working as a double agent for the British military. His German handler, Herbert Rittlinger, later described him as a useless agent (eine Null), but kept him on largely, it seems, because of an affection for this strange, by then penniless man, whose history he did not know, who pretended enthusiasm for the Nazi cause and admiration for the SS but who in reality seemed little interested in either, much preferring to talk about Tibetans.

Astrowiki sagt: In seiner „Geschichte der Astrologie“ versucht Sebottendorf, ganz völkisch, die Wurzeln der Astrologie wie auch die Geschichte aller Kultur in den Norden, zu den Germanen, zu verlegen, und zieht hierzu beispielsweise die Megalith-Steinkreise als Beweismittel heran.

Er brach das Studium in Berlin ab und wurde Heizer auf einem Schiff. Er kam so nach Amerika und in den Orient, wo er sein Interesse am Okkulten entdeckte. Im Jahre 1901 hat er sich in der Türkei niedergelassen. 1911 erwarb er die türkische Staatsbürgerschaft und er ließ sich von einem Baron von Sebottendorff adoptieren.

Er beschäftigte sich mit der islamischen Mystik, dem Sufismus, Blavatskys Theosophie und der ariosophischen Theozoologie des Lanz von Liebenfels. Er las auch Guido von List. Er kaufte auch die Zeitung „Münchner Beobachter, um eine jugendliche Zielgruppe zu erreichen. Er war der Chefredaktur dieses Boulevardblattes, welches 1919 in „Völkischer Beobachter“ umbenannt wurde. Er war auch von 1919 bis 1924 Schriftleiter der Zeitschrift „Astrologische Rundschau“.

Er glaubte, dass die Eiszeit den Arier, den weisen Menschen, schuf. Auch glaubte er, dass die Juden, ein wurzelloses Volk, die Germanen unterwandern und schädigen wollten.

Dietrich Bronder sagt: Letztmals taucht er 1932 als Verfasser des vorgenannten Buches „Bevor Hitler kam“ auf, in dem er zuviel über seinen ehemaligen Schüler Hitler ausplaudert, der nun als Reichskanzler das Buch verbieten läßt. Sebottendorf flieht aus Deutschland in die Schweiz und geht abermals in die Türkei zurück. Dort arbeitet er während des Zweiten Weltkrieges als V-Mann der deutschen Abwehr (bei Canaris), ist aber kaum brauchbar und begeht Selbstmord im Bosporus just am 9. Mai 1945, dem Tage der deutschen Kapitulation.

Die Thule-Gesellschaft

Er formte mit Franz Hartmann aus der Münchner Loge eines Germanenordens 1918 die Thule-Gesellschaft, welche auf dem Thule-Mythos der alten Griechen um eine Insel basierte.

Psiram sagt: [Die Thule-Gesellschaft] wurde Ausgangspunkt mehrerer weiterer rechtsorientierter Organisationen oder Parteien. Das Symbol der Thule-Gesellschaftchaft war ein Hakenkreuz hinter einem senkrecht stehenden Schwert.

Die Thule-Gesellschaft war eine politisch orientierte Gesellschaft um die Revolution von 1918 zu bekämpfen. Es wurde ein deutscher Messias herbeigewünscht, welcher die Schmach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg ausmerzen sollte. Der Erste Weltkrieg wurde nämlich nur deswegen verloren, weil die deutschen Soldaten von der Zivilbevölkerung, dh., von Kommunisten und Juden einen Dolchstoß versetzt bekam. Wenn dieser nicht so gekommen wäre, dieser feige Angriff von hinten, hätten sie den Krieg locker gewonnen.

Aus einem Zweig der Thule-Gesellschaft entstand später durch Adolf Hitler, welcher niemals ein Thule-Mitglied war, die NSDAP. Natürlich waren auch die völkische Bewegung und die Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe stark mit Sebottendorf verflochten, zu mindenst ideologisch.

Weiteres

  • Wenn man nicht so weit gehen will, und alle Theosophen, Anthroposophen und sonstigen Atlantis-Gläubigen ins rechte Eck stellen will, nur weil sie eine Superrasse erträumen, so muss man, meiner Meinung nach, bei diesem Herrn das Missing Link suchen.
  • Sebottendorf selbst blieb die von ihm erstrebte Anerkennung als Wegbereiter des Nationalsozialismus verwehrt.
  • Die Thule-Gesellschaft löste sich 1925 auf. Das Gedankengut der Thule-Gesellschaft kommt immer wieder hoch.

    Psiram sagt: Das Wort Thule führte in den 1990er Jahren auch das rechte Internetprojekt Thule-Netz im Namen. Ein ebenfalls rechtsgesinntes Thule-Seminar wurde 1980 gegründet. Das Thule-Seminar („Arbeitskreis für die Erforschung der europäischen Kultur e.V.“) ist eine Vereinigung des intellektuellen Rechtsextremismus, gegründet als Verein durch den französischen Publizisten Pierre Krebs.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(Pirat)

2 thoughts on “Rudolf von Sebottendorf und die Thule-Gesellschaft

  1. Hallo GuruMir, ich hab „bevor Hitler kam“ gelesen. Kann man in einer amerikanischen Online-Bibliothek downloaden. Sehr interessant, was auch die nationalistische Definition von „Sozialismus“ angeht, oder wie die über den Arierkult die Juden aus dem christlichen Glauben herausdefinieren. Bin mir nicht sicher, ob Hitler echtes Mitglied von Thule war, gab offensichtlich wesentlich mehr Sympathisanten als Mitglieder. Sebottendorf sah sich auch als Anlaufstelle für alle Völkischen um München, nicht nur für die seines Vereins. Wer definitiv keine Mitglied war, was in früheren Büchern gelegentlich behauptet wurde, das war Rudl Steiner.
    Auch die Nähe zum Hinduismus wird dargelegt. Sehr interessante Primärquelle. LG, Jemseneier

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