Homöopathische Nachrichten Februar 2015

Ramen, geehrte verdünnende Schüttler!

Der unsägliche Ärzteverband genannt DZVhÄ, von Esoterikern und Verschwöris nicht zu unterscheiden, bringt „homöopathische Nachrichten“ heraus. Der Name stimmt, wenn man den Nutzinformationsgehalt ermittelt.

Heute: Homöopathie und die Wikipedia

Die „freie“ Enzyklopädie zwischen Wissenschaft und Weltanschauung
von Jens Behnke,
Leiter des Fachbereichs „Netzwerk Homöopathie | Naturheilkunde“ der Carstens-Stiftung: Natur und Medizin

„[Das] Potenzierungsverfahren [der Homöopathie] widerspricht naturwissenschaftlichen
Erkenntnissen und dem Grundprinzip der evidenzbasierten Medizin. […] Auch das Hahnemannsche Ähnlichkeitsprinzip ist wissenschaftlich nicht haltbar. Klinische Studien nach wissenschaftlichen Standards konnten keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel nachweisen. […] Die Homöopathie wird von der wissenschaftlichen Medizin als wirkungslose, in einigen Fällen sogar gefährliche  Behandlung abgelehnt. [Sie] wird daher zu den Pseudowissenschaften gezählt.“ Diese Ausführungen entstammen dem Artikel „Homöopathie“ des Online-Nachschlagerwerks Wikipedia. Der Text enthält in weiten Teilen unbelegte Behauptungen, tendenziöse Auslassungen sowie offensichtliche Falschdarstellungen. Doch immer der Reihe nach: Die Zuverlässigkeit und Aktualität der gebotenen Wikipedia-Artikel soll unter anderem dadurch sichergestellt werden, dass prinzipiell jeder Nutzer an der Enzyklopädie mitarbeiten kann. Im Idealfall tragen so viele Sachkundige ihr Wissen zu einem bestimmten Thema zusammen und versuchen, Wikipedia ständig zu verbessern. Diese Idee funktioniert in aller Regel auch relativ gut, solange es um unstrittige Themen, wie etwa die Funktionsweise eines Verbrennungsmotors geht.

„Edit-Wars“ verhindern Konsensbildung

[mimimimi] Der Artikel „Homöopathie“ ist laut Washington Post neben dem zu „Jesus Christus“ der am meisten diskutierte. Er hat es daher auch geschafft, Gegenstand einer diskursanalytischen Doktorarbeit zu werden: Dr. Markus Beyersdorff zeigt auf, dass die heutige Gestalt des Textes das Ergebnis erbitterter Auseinandersetzungen ist. Es hat den Anschein, dass eine Gruppe von Homöopathie-Gegnern diese für sich entscheiden konnte, weil sie Einfluss auf die Verwaltung der Wikipedia-Software besitzt: So wurden etwa die Benutzerkonten von Befürwortern der Homöopathie aus zweifelhaften Gründen gesperrt, Studien, die eine Wirksamkeit belegen, immer wieder aus den Literaturangaben gelöscht und der ganze Artikel „eingefroren“, so dass eine weitere Bearbeitung nicht möglich war. Die Regeln des wissenschaftlichen Disputs wurden vielfach unterlaufen, so dass es zu der vorliegenden, mehr als einseitigen Darstellung gekommen ist: Wikipedia ist in Bezug auf die Homöopathie eine Plattform, auf der eine Gruppe von Menschen ihre persönliche Überzeugung unter dem Deckmantel der Wissenschaft vorträgt. Mutmaßlich handelt es sich hierbei um Mitglieder der sogenannten „Skeptikerbewegung“, einer Organisation, die in dogmatischer Art und Weise eine materialistische Weltanschauung verficht und sämtliche Phänomene zu leugnen versucht, die sie mit ihr im Konflikt sieht. Für die aus den USA stammende Ursprungsbewegung sind zudem Verbindungen zur Pharmaindustrie aufgezeigt worden.

Positive Homöopathie-Studien werden unterschlagen

Ohne diese Hintergründe ist es beispielsweise nicht verständlich, dass Wikipedia behauptet, es existierten keine Belege für eine Wirksamkeit der Homöopathie: Es handelt sich also keineswegs um eine neutrale Präsentation zuverlässiger Informationen zum Thema, sondern vielmehr um eine wahrheitswidrige Negativdarstellung, welche die wissenschaftlichen Fakten absichtlich außer Acht lässt. Die Moderatoren der Webseite verhindern bis heute die zahlreichen notwendigen Richtigstellungen und Ergänzungen des Artikels, wie zuletzt der homöopathische Arzt Dana Ullmann in der Huffington Post feststellte. Es ließe sich trefflich darüber spekulieren, wer Interesse daran haben könnte, die Homöopathie öffentlich zu diskreditieren. Bedenklich ist in diesem Zusammenhang weiterhin, welche Möglichkeiten Wikipedia bietet, die öffentliche Meinung in großem Maßstab zu manipulieren. Glücklicherweise scheint die Meinungsmache im Internet keinen bedeutenden Einfluss auf die Patienten zu haben: Die Homöopathie steigt nach wie vor in der Beliebtheit der Bevölkerung. Kein Wunder, denn ihre Heilerfolge lassen sich nicht wegdiskutieren! [mimimimimi]

Ich habe Herrn Dr. Jens Behnke um eine Liste der positiven Forschungsarbeiten gebeten. Ausserdem ist Homöopathie das Gegenteil von Naturheilkunde. Naturheilkunde ist rein chemisch, während die Homöopathie alle Chemie ins Klo schütte(l)t.

Des Weiteren: Homöopathische Ärzte empfehlen die individuelle Impfentscheidung und lehnen eine generelle Impfpflicht ab

LLAP, Ramen und Hail Eris,

Mr_MIR @ live.de
(Qualitätsjournalist, Pirat, mutmaßlicherweise ein Assoziierter der weltweiten Skeptikerbewegung, der Illuminaten und Pharmakampfposter)

One thought on “Homöopathische Nachrichten Februar 2015

  1. Das alles ist viel einfacher,
    nach meiner Erkenntniss (her mit dem N-Preis)
    brauchen wir zu Erklärung des Kosmos nur
    eine einzige Kraft, mit der auch konsequent alle
    vorherigen Naturbeobachtungen und Zustände
    lückenlos erklärt werden können.
    Alleinige Wechselwirkung der Kraft der Verdünnung.
    Schon der ganze Kosmos fliegt mit unerhörter
    Geschwindigkeit auseinander.
    Mehrere Götter haben sich seit einig Tausend Jahre
    so dünne gemacht wie auch irgendwelche
    Hochpotenzen aus Vakuum.
    Gucken Sie mal in Ihre Geldkatze,
    oder auf Ihre Rente.
    Und wenn Sie damit fertig sind,
    werden auch Sie „verdünnt“.

    Bleiben auch Sie potent liqudiert. MfG M.

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