Dahlke und die Handystrahlung

Ramen, Elektrosmogverbreiter!

Der Rüdi mit dem Goldenen Brett ist vor ein paar Wochen auf die #Lügenpresse hereingefallen:

Beeindruckender Trick: So stark ist Handy-Strahlung wirklich

Der Rüdi mit dem Goldenen Brett hat damals ein #IchHabEsJaEhSchonImmerGewusst FB-Posting veröffentlicht.

In der Zwischenzeit dürfte irgendjemand erkannt haben, dass das Video ein Fake ist. Rüdi ist bewundernswerterweise bereit, zurückzurudern:

Rüdi mit dem Goldenen Brett sagt: Entschuldigung!

Auch ich hatte das Video gepostet, weil ich davon ausging, dass Focus und verschiedene andere, wo ich es auch fand, das Phänomen getestet hätten. War aber nicht so. Da bleibt mir nur die Entschuldigung!

Aber nur nicht zu weit zurückrudern:

Rüdi mit dem Goldenen Brett sagt weiter: Als Arzt halte ich Handystrahlung weiterhin für äußerst bedenklich, was sich mit vielen Studien belegen lässt, benutze selbst keines und arbeite nicht online.

Hier ein Text von Wolfgang Maes dazu, dem ich diesbezüglich völlig vertraue:

Internet“wahrheit“: So gefährlich ist Handystrahlung wirklich…

Anfang März 2015 geht das Video durch die Medien (Focus, Huffington Post…): Eine Minute lang bringt ein auf dem Tisch platziertes Smartphone mit seiner Strahlung ein daneben liegendes Häufchen Eisenstaub zum Bewegen, Wackeln, Tanzen.

„Beeindruckend!“, seufzen die Mobilfunkkritiker, „so demonstriert man, wie gefährlich Handystrahlung wirklich ist.“ Focus online: „Sobald ein Anruf getätigt wird, scheint das Eisenpulver zum Leben erweckt zu werden. Es zeigt, welche Kraft die Strahlung haben kann, die unsere Smartphones aussenden.“ Focus spricht von „erstaunlicher Entdeckung“ und Huffington Post von „beängstigender Erkenntnis“.

Da ist gar nichts Beeindruckendes dran, außer dass es spaßig ist, wie man Leute foppen kann.

Man muss nicht immer gleich glauben, was in den Medien steht, schon mal gar nicht im Internet… [geile Scheisse, diese Äußerung an dieser Stelle, Anm.]

Eisenfeilspäne reagieren auf statische Magnetfelder von Magneten oder magnetisierten Metallen, nicht auf die Mikrowellen des Mobilfunks.

Ich hab’s überprüft, mit einem Smartphone und einem Handy und erwartungsgemäß: kein Effekt bei der Eisenfeilspäne, nicht mal bei voller Handyleistung. Da versteckt sich in diesem Video wohl ein Scherzkeks mit einem Permanentmagnet unter der Tischplatte…

Der gleiche Quatsch wie der mit den dank Handystrahlung gekochten Eiern oder dem poppendem Popcorn…

Und prompt geht das alles als „Wahrheit“ durchs Internet, durch die Medien, auf YouTube, die Foren sind voll, Mobilfunk-kritische Seiten und Bürgerinitiativen springen auf, Rutengänger und Pendler bestätigen das mit Rute und Pendel, Entstörchiphersteller entwickeln Entstörchips dagegen.

Bei allem Spaß: Mit solchen Sachen dienen wir lediglich unseren Kritikern.

Gruß von Wolfgang Maes.

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