VT0001: Weg mit den Kügelchen

Ramen, Schüttler und Shaker!

Eine echte Verschwörung, ohne Beteiligung von MIR, wurde soeben erfolgreich aufgedeckt. An der Richtigkeit der homöopathischen Grunddogmen wird diese Verschwörung sicherlich nichts ändern:

Praxis für Homöopathie sagt:

Weg mit den Kügelchen

Die Beliebtheit der Homöopathie in der Bevölkerung ist unbestritten. Die Patienten vertrauen auf die rasche und sanfte Wirkung, sodass auch immer mehr Schulmediziner eine Zusatzausbildung absolvieren. Aber es gibt auch zahlreiche Kritiker, denen diese Entwicklung ein Dorn im Auge ist. Nach Angaben der FAZ will ein neu gegründeter Zusammenschluss von Homöopathiegegnern daher „unabhängig und kritisch über die Nachteile der homöopathischen Medizin“ informieren.

Zu diesem Zweck sollen auf einer Internetseite einzelne Krankheitsverläufe geschildert werden, „die zeigen, dass es durchaus Patienten gibt, die durch homöopathische Therapien einen gesundheitlichen Schaden erlitten haben“, so Norbert Aust, Initiator der Vereinigung. Es bestehe Aufklärungsbedarf.

Den sehe ich auch. Denn Herr Aust erwähnt im gleichen Atemzug, dass die Präparate keinen Wirkstoff enthalten und demzufolge gar nicht wirksam sein können. Keine Wirksamkeit also und dennoch so gefährlich, dass man die Bevölkerung davor warnen muss? Manche Argumentationen erscheinen bei genauem Hinsehen tatsächlich etwas schizophren.

Vor ein paar Jahren wurde behauptet, es gäbe keine Nachweise über die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien. Mittlerweile liegen zahlreiche Studien vor, die eine Wirksamkeit der Mittel bestätigen. Plötzlich heißt es dann, man solle die Forschung im Bereich der Homöopathie einstellen, weil nicht sein könne (oder wohl eher, weil es nicht sein dürfe), dass die Mittel Änderungen im Organismus hervorrufen. So sehen die Argumente der Gegner oft aus. Leider.

Man kann die Diskussionen auch die nächsten 200 Jahre noch mit unverminderter Hartnäckigkeit weiterführen. An der Richtigkeit der homöopathischen Grundsätze wird das sicherlich nichts ändern.

Wenn jedenfalls einzelne Krankheitsfälle, die einen tödlichen Verlauf genommen haben, dazu führen sollen, dass eine Therapiemethode verboten wird, muss sich die herkömmliche Schulmedizin sicherlich auch ganz warm anziehen. Aber solche Argumente stellen eine Seite gegen die andere, was wenig sinnvoll ist. Und die Wirklichkeit ist sowieso sehr viel komplexer. Immer häufiger erkennen jedenfalls auch Schulmediziner die therapeutischen Möglichkeiten der kleinsten Arzneigaben.

Letztlich kritisiert Aust noch die zunehmende Impfmüdigkeit bei Eltern und Patienten. Auch diese Thematik sei dem wachsenden Interesse an naturheilkundlichen Verfahren und allen voran der Homöopathie geschuldet. Was hält er von mündigen Patienten, die sich über die offensichtlichen Risiken von Impfungen informieren und dann selbst entscheiden? Oder von Ärzten, die sich der Tragweite des Eingriffs in die Gesundheit bewusst sind und die sich daher oft dagegen entscheiden?

Berichte von Impfschäden lassen sich im Internet jedenfalls deutlich leichter finden als Fälle, bei denen ein homöopathisches Mittel die Gesundheit des Patienten nachhaltig geschädigt hat. Aber das soll sich ja demnächst ändern. Glaubt zumindest Herr Aust.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/wissenschaftler-internetplattform-uebt-kritik-an-homoeopathie-14046545.html

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