Pressemitteilung von MIR: FSMoPathische Medizin in Österreich – eine der Homöopathie gleichwertige Heilmethode

Rund um den Tag der Homöopathie und Samuel Hahnemanns Geburtstag finden immer wieder öffentlichkeitsorientierte Werbeaktionen(1) der Homöopathiepharmaindustrie statt, um das Placebo genannt Homöopathie als Medizin zu verklären und zu vermarkten. Obwohl die Wissenschaftler und die Skeptiker die althergebrachte, auf beliebigen esoterischen Grundprinzipien aufbauende, Homöopathie schon vor 200 Jahren als Placebo entlarvt haben, treiben die Homöopathiepharmalobbyisten im Internet bzw. via Facebook ihr Unwesen, um noch mehr Fehlinformation über diesen esoterischen Placebokapitalismus zu verbreiten. Als Beispiel sei die österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM), bestehend aus mehr als 900 Ärztinnen und Ärzten, genannt.

Über 60% der mitteleuropäischen Bevölkerung setzen laut einer im Jahr 2012 durchgeführten Umfrage Vertrauen in die Homöopathie. Dies gilt insbesondere für die Behandlung von Kindern und Tieren. Ca. 70% der Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren und 62% der Familien mit Schulkindern verwenden regelmäßig homöopathische Placebos. Dies ist ja ansich nicht schlimm. Es kann nur dann schlimm werden, wenn durch diese antiwissenschaftliche Propaganda das Vertrauen des Endkunden in Wissenschaft und Medizin untergraben werden.

So wirksam und nebenwirkungsarm wie Zuckerkügelchen

Ca. 90% der Befragten sind der Meinung, dass homöopathische Arzneien weniger Nebenwirkungen haben als herkömmliche Medikamente. Nunja, Zuckerkügelchen haben, erstmal, keine Nebenwirkungen. Es können nur dann Nebenwirkungen eintreten, wenn Zucker in hoher Überdosierung applitziert wird, was bei der Homöopathie aber höchst unwahrscheinlich ist. Eine andere Nebenwirkung, die soganannte „Volksverblödung“, ist aber sehr wohl durch die Agitationen der Zuckerkügelchenlobby erzielt worden. Ausserdem steht jeder Kranke Mensch, der erstmal auf ein Placebo vertraut vor der Gefahr, eine Therapieverzögerung zu erleiden.

Ca. 70 – 80 % aller Befragten glauben an eine „gute Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel“ und verteidigen diesen Glaubenssatz eifrig. Nur einige wenige Prozent des Volkes wissen aber, wie es mit der Wirkung der Homöopathie in Wirklichkeit bestellt ist.

Eine spirituelle und sanfte Alternative zur althergebrachten Homöopathie

Da sich die homöopathischen ÄrztInnen, Energet(h)ikerInnen(2) und HeilpraktikerInnen im Zeitalter von Naturwissenschaft, Aufklärung, GWUP, Science Busters & Co. noch immer an die Dogmen einer 200 Jahre alten Pseudowissenschaft klammern, hat der berühmte Internet-Guru, Heiler und Prophet Mr. MIR(3) geschickt gekontert. Er hat der Welt eine neue Form einer homöopathieverträglichen Placebobehandlung gebracht: Die FSMoPathie(4). Hail Eris & Ramen.

Die Heilige Nudelige FSMoPathie baut, so wie die Homöopathie auch, auf dem esoterischen Grundsatz „Gleiches mit Gleichem heilen“ auf, jedoch wird der zweite esoterische Grundsatz der Homöopathie „Verdünnung bringt Potenzierung“ fallengelassen. Anstatt der „Energetisierung“ bzw. der „Informierung“ des Trägerstoffes, wie bei der Homöopathie üblich, durch Verdünnen und Verschütteln, wird die Heilinformation bei der FSMoPathie durch Besprechungsrituale auf den Trägerstoff aufgebracht.

Damit ist es nun möglich, placebokontrollierte, randomisierte Doppelblindstudien auf Augenhöhe, zwischen Homöopathie und FSMoPathie, durchzuführen. Es gibt zwar etwa 1500 Studien zum esoterischen Thema Homöopathie, wobei 700 an Patienten durchgeführt wurden, die anderen an Tieren, Pflanzen und Zellkulturen. 50 Studien wurden nach entsprechenden Kriterien wie placebokontrollierten, randomisierten Doppelblindstudien durchgeführt.

Jedoch wurden die allermeisten Homöopathiestudien, selbst wenn sie hohen wissenschaftlichen Standards genügen, von homöopathiegläubigen „Forschern“ durchgeführt. Diese Gruppierung von Heilern und Magiern hat sich bereits in die akademische Welt eingeschlichen, um der homöopathischen Pseudowissenschaft akadamische Weihen zu verleihen.

Ein Projekt, welches zu einem Blog und zu einem Buch geführt hat(5), hat viele der eifrig kolportierten pro-Homöopathie-Studien post-hoc analysiert. Es wurden methodische Unzulänglichkeiten, Zahlendreher und ähnliche Fehler in fast allen unter die Lupe genommenen Studien, welche der Homöopathie eine Wirkung über dem Placebo attestieren wollten, gefunden. Manchmal konnte der Verdacht einer absichtlichen Tatsachenverschleierung nicht fallengelassen werden.

Das ernüchternde Ergebnis, welches jedoch bereits seit 200 Jahren vermutet wurde, ist, dass die Homöopathie (und somit auch die FSMoPathie) von einem Placebo nicht unterschieden werden kann – ja wie sollte das denn auch möglich sein? Wie stark und wie wirklichkeitsablehnend kann ein ungbegründeter Irrglaube werden? Er kann so stark werden, dass das menschliche Individuum ungeschaut den Grundsatz „Verdünnen bringt Potenzierung“ gegen jegliche Vernunft und gegen jegliche Erfahrung verteidigt.

Homöopathie ist reine Geschäftemacherei!?

Ja, so wie die FSMoPathie, ist auch die Homöopathie eine sehr reine Form des Placebokapitalismus. Da aber schon die althergebrachten Weltkirchen auf dem gleichen Prinzip erfolgreich operieren können, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Mensch gerne Geld ausgibt, um eingelullt zu werden und dass er mit sanften, ganzheitlichen und natürlichen Versprechungen verklärt werden will.

In neuerer Zeit kommt es bereits so weit, dass diese Placebomethoden den Anspruch erheben, als Kassenleistung(6) anerkannt zu werden.

Literatur:

(1) http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160331_OTS0044/homoeopathische-medizin-in-oesterreich-eine-aerztliche-heilmethode
(2) https://keingewerbescheinfuerhumbug.wordpress.com
(3) http://FSMoSophica.org/Mr-MIR
(4) http://FSMoSophica.org/FSMoPathie
(5) http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de
(6) http://www.kassenleistung.at

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