Das OLG Koblenz hat entschieden, dass die Werbung für Arzneimittel unzulässig ist, wenn und soweit der Inhalt der Werbeaussage nicht gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis entspricht

Ramen und VORSICHT!

Falls Sie es schon einmal zuuu gut meinten, falls Sie schon einmal zuu spirituell geworben haben, nehmen Sie es zurück! Hören Sie auf zu sagen, dass die Nudelige Heilige FSMoPathie gegen etwas Spezielles wirke!

juris.de sagt:

Werbung für Arzneimittel bei nicht nachgewiesener Wirkung

Das OLG Koblenz hat entschieden, dass die Werbung für Arzneimittel unzulässig ist, wenn und soweit der Inhalt der Werbeaussage nicht gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis entspricht.

Der Hersteller eines homöopathischen Arzneimittels, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Präparat gegen „Entzündungen des Hals-Nasen-Rachenraumes und der Nasennebenhöhlen“ zugelassen worden war, bewarb das Produkt im November 2014 in einer Zeitschrift unter anderem damit, dass es „schnell und effektiv“ sowohl bei akutem Schnupfen als auch bei chronischer Sinusitis hilft und „abschwellend, entzündungshemmend und regenerierend auf die Nasenschleimhaut“ wirkt. Festsitzender Schleim, so die Werbeanzeige, werde gelöst und Begleiterscheinungen wie Zerschlagenheit, Kopfdruck, Nies- und Juckreiz würden gelindert.

apotheke-adhoc.de sagt: Zugelassen ist das homöopathische Komplexmittel bei „Entzündungen des Hals-Nasen-Rachenraumes und der Nasennebenhöhlen“. Die Wettbewerbszentrale fand die Werbeaussagen irreführend, da sie nicht von der Zulassung gedeckt seien. Das OLG gab dem Kontrollverein teilweise recht: Beschrieben werden dürfen demnach lediglich konkretisierende oder auch zusätzliche Wirkungen, die allerdings in kausalem Zusammenhang mit der zugelassenen Indikation stehen müssen. Unzulässig und damit irreführend sind dagegen Angaben, die auf ein neues Anwendungsgebiet hindeuten.

Eine schnelle Linderung sei nicht nachgewiesen, die Behauptung damit unzulässig, so die Richter. Eine Regeneration der Nasenschleimhaut sei ein eigenes Anwendungsgebiet, das nicht von der Zulassung gedeckt sei. Beide Behauptungen muss Hevert damit streichen.

Ihr wisst ja schon! Was für die FSMoPathie gilt, gilt für die Homöopathie schon lange!

Hail Eris 🙂

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