Bundessozialgericht: Kein Otovowen auf Kassenkosten

Die Deutsche-apotheker-zeitung.de vermeldet:

Das homöopathische Arzneimittel Otovowen zur Behandlung von Ohrenleiden gilt als unzweckmäßig. Daher müssen die Krankenkassen seine Kosten auch für Kinder und Jugendliche nicht tragen. Diese Einschätzung des Gemeinsamen Bundesausschusses hat das Bundessozialgericht nun bestätigt.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat in der vergangenen Woche ein Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg bestätigt, demzufolge das Arzneimittel Otovowen unter den generellen Verordnungsausschluss von Otologika fällt (Nr. 38 der Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie).

Der Hersteller des homöopathischen Arzneimittels, Weber & Weber, hatte gegen den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geklagt. Denn dieser hat Otologika von der Verordnung ausgeschlossen – es gibt speziell genannte Ausnahmen, doch für Otovowen gilt ein genereller Ausschluss. Solche Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse vorzunehmen, steht dem G-BA nach dem Gesetz zu, wenn die Unzweckmäßigkeit erwiesen oder eine andere, wirtschaftlichere Behandlungsmöglichkeit mit vergleichbarem diagnostischem oder therapeutischem Nutzen verfügbar ist. In Anlage III der Arzneimittel-Richtlinie findet sich eine Übersicht über alle bereits bestehenden Verordnungseinschränkungen und -ausschlüsse in der Arzneimittelversorgung.

Weber & Weber war nun aber der Auffassung, dass das nicht verschreibungspflichtige Otovowen jedenfalls für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr verordnungsfähig sein müsse. Denn: Der Verordnungsausschluss sei formell nicht ordnungsgemäß zustandegekommen und begründet. Zudem sei er von der Ermächtigungsgrundlage in § 92 Abs.1 SGB V nicht gedeckt.

Es gelten die Maßstäbe der evidenzbasierten Medizin

Ramen, was für ein schöner Satz: „Es gelten die Maßstäbe der evidenzbasierten Medizin“

Apotheke-adhoc.de sagt: Berlin – Weber & Weber ist mit seinem Versuch gescheitert, sich mit seinem homöopathischen Komplexmittel Otovowen in den GKV-Leistungskatalog zu klagen. Das Bundessozialgericht (BSG) erklärte den Einsatz für unzweckmäßig und gab dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Recht.

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