Jiddu Krishnamurti

Ramen, meine Co-Erlöser!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Jiddu Krishnamurti, einem theosophischen Erlöserkandidaten, fort.

Jiddu Krishnamurti war indischer Philosoph, Autor, Theosoph, Lehrer, Sprecher, und spiritueller Führergeist. Er sollte den Erlöser und Weltuntergangsprediger Jesus Christus ersetzen, wollte aber nicht. Das wäre eher etwas für Rudolf Steiner gewesen.

Da er das männliche achte Kind war, musste er Hindu-traditionell als die „Inkarnation von Krishna“ benannt werden. Sein Vater war eines der ältesten Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft (TG), er wurde 1882 von der Blavatsky persönlich aufgenommen. Charles W. Leadbeater hat den Knaben entdeckt, er meinte, dass aus ihm ein großer spiritueller Lehrer werde, denn er habe eine ungewöhnlich schöne Aura. Leadbeater liebte schöne Jungs mit schönen Auren und mit gutem Karma.

Annie Besant erhielt das Sorgerecht über ihn und schickte ihn nach England. Sie erklärte ihn 1910 zum kommenden Weltlehrer und sie hat für ihn den Order of the Star in the East gegründet. Dieser Orden sollte die Welt auf den kommenden Weltlehrer vorbereiten.

Wikipedia sagt: [Der Order of the Star in the East] bestand von 1911 bis 1927. Sein Vorgänger war von 1910 bis 1911 der Order of the Rising Sun, sein Nachfolger von 1927 bis 1929 der Order of the Star. Der Orden war Anstoß, aber nicht Ursache für die Trennung Rudolf Steiners von der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG) und Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft und führte nach seiner Auflösung zu einer schweren Krise für die Adyar-TG.

Jiddu wuchs an verschiedenen Orten der Welt auf, Leadbeater und Besant bestimmten, mit wem Krishnamurti Kontakt haben durfte. Krishnamurtis Vater wollte das Sorgerecht auf gerichtlichem Wege zurückfordern. Vergeblich. Unser altbekannter Theo- und Anthroposoph und Chefesoteriker Rudolf Steiner hatte zuerst den Order of the Star in the East geduldet, aber dann hat er alle Theosophen, welche auch in diesem Orden waren, aus der TG ausgeschlossen. Den Rest lesen Sie bitte später unter Steiner nach.

Ende der 1920er Jahre hat Krishnamurti sich von den wirren Ideen der Theosophie losgesagt, seinen Orden aufgelöst und sich mit Besant überworfen. Erst nach Besants Tod konnte er sich wieder mit der TG versöhnen. Ein neuer Jesus Christus wollte er nicht werden, er hat das aktiv dementiert. Es war für ihn genug, ein Weltlehrer zu sein. Er ging seine eigenen spirituellen Wege.

Jiddu Krishnamurti sagt: Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren.

Jedoch, Kishnamurti konnte seine eigene Lehre nicht leben. Kein Mensch konnte das, was er sagte, praktizieren.

Mr. MIR sagt: Es gibt keine Wahrheit, es gibt nur vorläufige Wahrheiten: Keiner kennt die endgültige Wahrheit. Das Gute ist: keiner braucht sie, die endgültige Wahrheit. Ramen.

Krishnamurti hatte weltweit viele Bekannt- und Freundschaften, zB. mit dem Physiker und Spiritisten Fritjof Capra, mit dem Biologen und Spiritisten und Naturkonstantenverbieger Rupert Sheldrake, mit Indira Gandhi, mit dem Dalai Lama Tenzin Gyatso.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(Erlöser, Weltlehrer, FSMoSoph mit schöner Aura und gutem Karma, Messias, alternativspiritueller Führergeist & Pirat)

Friedrich Eckstein und der große Brockhaus

Ramen, FSMoSophen und Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Friedrich Eckstein, einem Theosophen und dem Vorläufer der Wikipedia, fort.

Friedrich Eckstein, ein früher Allrounder, war ein österreichischer Polyhistor, Literat, Freimaurer, Mäzen, Theosoph und intimer Kenner alter Geist-Erkenntnis. Er wurde in Perchtoldsdorf als eines von zehn Kindern eines Chemikers und Erfinders geboren. Seine jüdische Familie gehörte dem Wiener Großbürgertum an.

Über den Stammtisch seines Vaters lernte er Sigmund Freud kennen. Sie blieben lebenslange Freunde. Eckstein hat ihm Yogastunden gegeben. Bei literarischen Stammtischen in Wiener Cafés traf er auch Karl Kraus, Felix Salten, Arthur Schnitzler, Hugo Wolf, Hugo von Hofmannsthal, Franz Werfel, Rainer Maria Rilke, Robert Musil, Adolf Loos oder Leo Trotzki. Also ganz Wien und mehr. Er traf auch Anton Bruckner und wurde später dessen Schüler und späterer Förderer und Privatsekretär. Eckstein interessierte sich auch für germanische und spanische Mythen, Templer, Freimaurer, die Wagnerische Mythologie und für orientalische Religionen. Ich glaube, ich hätte Eckstein gerne kennengelernt.

Rudolf Steiner dagt: Es ist Friedrich Eckstein, der ausgezeichnete Kenner jenes alten Wissens. Friedrich Eckstein hat, solange ich mit ihm verkehrte, nicht viel geschrieben. Was er aber schrieb, war voll Geist. Aber niemand ahnt aus seinen Ausführungen zunächst den intimen Kenner alter Geist-Erkenntnis.

Eckstein wurde durch Franz Hartmann in die Theosophie eingeführt. Er wurde auch Vegetarier. 1886 erhielt er eine von der Blavatsky persönlich unterzeichnete Stiftungsurkunde für die Wiener Zweigstelle der Theosophischen Gesellschaft (TG). Damit gründete er 1887 die erste offizielle Loge dieser Gesellschaft in Österreich, deren Präsident er wurde.

Blavatsky und Besant berieten sich gerne mit ihm. Er verkehrte mit Olcott und bis zu dessen Wegzug aus Wien mit Steiner, welcher Eckstein sehr schätzte.

Friedrich Torberg sagt: Es gab keine Frage, die [Friedrich Eckstein] nicht unverzüglich beantworten konnte, ja manchmal nahm er die Antwort ahnungsvoll und kenntnisreich vorweg, ohne die Frage abzuwarten. Man raunte sich zu, dass der große Brockhaus, wenn er etwas nicht wußte, heimlich aufstand und im alten Eckstein nachsah.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(intimer Kenner alter Geist-Erkenntnis & Pirat)

Franz Hartmann

Ramen, Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Franz Hartmann, dem wichtigsten Wegbereiter der Theosophie im deutschsprachigen Raum, fort.

Franz Hartmann war ein deutscher Theosoph, Freimaurer, Rosenkreuzer, Astrologe und esoterischer Autor. Er war einer der Wegbereiter der Theosophie im deutschsprachigen Raum. Er hat sogar mit der Blavatsky in Adyar zusammengearbeitet.

Er wuchs im Allgäu auf und ging zum bayrischen Militär. Später studierte er und wurde Apotheker. Er ging über Frankreich, nach St. Louis, USA. Er hatte ein bewegtes Leben.

Er baute ein weitreichendes Netzwerk auf und er hat viele Fachvorträge abgehalten und viel publiziert. Er schuf Verbindungen zwischen der religiös-mystischen Welt Indiens und Europas, und trug damit wesentlich zur Verbreitung östlicher Philosophien im Westen bei. Andererseits steht Hartmanns Werk im Widerspruch zu den traditionellen christlichen Konfessionen und wird deshalb auch von diesen abgelehnt.

Astro.com sagt: In seiner Darstellung der Medizin des Paracelsus bringt Hartmann eine Übersicht, wie die Bedeutung der Planeten aus theosophischer Sicht zu sehen ist, er bezieht sich dabei auf Blavatskys Geheimlehre.

Ihm kam sehr entgegen, dass auch Paracelsus, dessen Werke er zusammenfassend in zwei Büchern darstellte, ebenfalls die Makrokosmos-Mikrokosmos-Lehre vertritt, in welcher jedes kosmische Ereignis seine irdische bzw. menschliche Entsprechung hat; vgl. hierzu auch das hermetische Gesetz, das verkürzt wiedergegeben wird als Wie oben, so auch unten.

Er unterstützte auch die Guido-von-List-Gesellschaft. Zusammen mit Theodor Reuß war er ein Gründungsmitglied des O.T.O. Und Freimaurer war er auch noch. Ein echter Vereinsmeier.

1882 las er Blavatskys „Isis entschleiert“ und wurde Anfang 1883 Mitglied der Theosophischen Gesellschaft (TG) in New Orleans. 1883 war er in Adyar und trat zum Buddhismus über und bekam einen Job in der TG-Zentrale. Im Jahre 1896 gründete er die deutsche TG.

Wikipedia sagt: Während Blavatsky, die Hartmann gerne „dirty Franz“ nannte, und Olcott von Februar bis Dezember 1884 auf einer Europareise von Adyar abwesend waren, begann die umstrittene Coulomb-Affäre Wellen zu schlagen, diese zog sowohl den Ruf Blavatskys als auch der TG in Mitleidenschaft.

Hartmann, als Mitglied des Kontrollrates der TG in Adyar, versuchte Blavatsky zu verteidigen, kam dadurch in Konflikt mit den aufgebrachten Anhängern der TG und der durch den Bericht ungünstig beeinflussten öffentlichen Meinung.

Dies torpedierte die Ausübung der leitenden Funktion Hartmanns bei der Adyar-TG und machte seinen weiteren Aufenthalt in Indien unmöglich.

Gemeinsam mit Blavatsky, deren Bleiben in Indien durch diese Vorfälle ebenfalls nicht mehr erwünscht war, verließ er im Frühjahr 1885 das Land (zwischen 26. März und 7. April, es gibt unterschiedliche Angaben über den Abreisetermin), um nie mehr dorthin zurückzukehren.

Hail Eris und Ramen,

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(Wegbereiter, FSMoSoph & Pirat)

Charles W. Leadbeater

Ramen, FSMoSophen und Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Charles W. Leadbeater, einem weiteren Theosophen, fort.

Charles W. Leadbeater war einst Priester der Church of England, bevor er sich den Spiritualitäten und der Theosophie zugewandt hat. Er hat 1909 den vierzehnjährigen Jiddu Krishnamurti in Adyar entdeckt, welcher dann der neue Lehrer für die Welt, sowie Moses, Siddhartha Gautama, Zarathustra, Jesus Christus und Muhammad zugleich sein sollte.

Er studierte Astronomie und er hatte sogar ein zwölfzölliges Fernrohr, was damals sehr gut und teuer war. Er sprach Französisch und Griechisch. 1883 trat er in die Theosophische Gesellschaft (TG) ein. Ein Jahr später traf er die Blavatsky und er wurde ihr Schüler. Er wurde für sie zum Vegetarier. In der TG traf er auf Annie Besant und sie wurden gute theosophische Freunde. Ab 1895 beschäftigte er sich mit okkulter Chemie und mit dem esoterischem Christentum.

Mary Lutyens sagt: Leadbeater and Besant reputedly made occult investigations together into the cosmos, the beginnings of mankind, chemistry and the constitution of the elements, as well as frequently visiting the Masters together in their astral bodies.

Er hat auch die Bezeichnung Akasha-Chronik in seiner 1899 publizierten Schrift „Clairvoyance“ verwendet. Sie beinhalte alles Wissen über die Welt, sie werde immerzu upgedated. Der Zugang zu diesem Weltengedächtnis sei aber nur Menschen mit spirituell außergewöhnlich hochentwickeltem Bewusstsein möglich.

Es könnte sein, dass er mit bzw. an jungen Knaben herumgemacht hat, als er seinen Schülern  Körperhygiene, ie., sich nackt zu waschen, sowie Selbstkontrolle und Befreiung von negativen spirituellen Gedanken durch Masturbation lehrte. Durch das Onanieren werde das Karma besser. In langwierigen Gerichtsverhandlungen wurden zwar alle Anschuldigungen gegen ihn widerlegt, doch verlor er 1906 sein hohes Amt in der TG und er trat aus. Nachdem Henry Steel Olcott 1907 starb, durfte Leadbeater 1908 wieder eintreten.

Die Entdeckung Krishnamurtis

Über Jiddu Krishnamurti möchte ich eine eigene Predigt verfassen, hier seien nur die groben Züge seines theosophischen Lebens besprochen.

Wikipedia sagt: Adoption Krishnamurtis

In Besants Haushalt lernte Leadbeater den Sohn eines bei ihr angestellten Schreibers oder Hausmeisters kennen (Jiddu Krishnamurti). Leadbeater suggerierte dem Vater Krishnamurtis, bei seinem Sohn handele es sich um eine Reinkarnation des allseits erwarteten neuen Weltlehrers, auf den Blavatsky bereits 1885 hingewiesen habe. Daraufhin adoptierte Besant den Jungen damit Leadbeater die Ausbildung an ihm vornehmen konnte. In Europa gaben die Theosophen Krishnamurti als den wiedergeborenen Christus aus und in Asien behaupteten sie er sei der Lord Maitreya oder Boddhisatva. Um das Erscheinen des neuen Heilands zu promoten hatte Besant 1911 den Order of the Star in the East gegründet, um Krishnamurti als kommenden Weltlehrer zu propagieren.

Eine Rolle, die er schlussendlich nicht wollte; zum Glück übernahm sie später Rudolf Steiner.

Anthrowiki sagt: Am 10.02.1909 traf Leadbeater wieder in Adyar ein. Vermutlich im Mai 1909 entdeckte er den 15jährigen Hindu-Knaben Krishnamurti („Alcyone“ – Der hellste Stern der Plejaden). Auf Grund der schulischen und privaten Umstände nahm Leadbeater ihn in die Obhut der Theosophischen Gesellschaft. Anfang 1910 erhielt er eine Einweihung durch Leadbeater. Er sollte der neue „Weltlehrer“ werden und wurde als der wiedergekommene Christus bezeichnet. Leadbeater bereitete ihn auf diese große Aufgabe vor. 1913 trennte sich Rudolf Steiner deshalb endgültig von der Theosophischen Gesellschaft. 1929 löst Krishnamurti seinen „Sternenorden“ auf und entsagte der ihm aufgenötigten Messiasrolle.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(FSMoSoph,  Weltlehrer, Prophet, Buddha, Messias, Erlöser, Guru, Jesus-Ersatz & fluchender Pirat)

Annie Besant: Frauenrechtlerin und Unabhängigkeitskämpferin goes Theosophy

Ramen, Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt Die Evolution hin zur Anthroposophie bei Annie Besant, der rechten Hand der Blavatsky, fort.

Annie (Red Annie) Besant war zuerst eine prominente britische Frauenrechtlerin, antiemperialistische Unabhängigkeitskämpferin und Atheistin. Sie wurde zur Theosophin, wobei sie das Hellsehen erlernt hat.

Sie kam aus einer Mittelklassefamilie im viktorianischen England, welche aber verarmte. In jungen Jahren heiratete sie den anglikanischen Priester Frank Besant und wurde Mutter von zwei Kindern. Jedoch konnte sie nicht mit den patriarchalen christlichen Werten ihres latent gewalttätigen Mannes umgehen. Sie fiel vom christlichen Glauben ab und trennte sich von ihrem Mann. Bitte beachten Sie, dass damals eine Frau sich nicht von ihrem Mann trennen konnte, es war absolut nicht üblich! Sie las viel, sie war ein self-made intellectual. Sie war die erste Frau, die einen Bachelor of Science an der University of London erwarb. Sie ging zu den Säkularisten und zu den Arbeiterrechtlern. Sie war sehr engagiert, revolutionär und politisch aktiv. Sie sprach sich als Frauenrechtlerin für die Geburtenregelung aus, weswegen sie Probleme mit der Polizei im viktorianischen England bekam.

Doch dann kam alles ganz anders. Doch dann kam alles ganz anders. 1889 durfte sie das Buch „The Secret Doctrine“ der Blavatsky reviewen. Besants Kollegen dachten, dass sie das Buch ablehnen würde, jedoch war sie anscheinend davon begeistert und sie nahm Kontakt zur Autorin auf. Im Jahre 1890 traf sie die Blavatsky und somit wurde ihr Interesse am Säkularismus durch die Theosophie ersetzt 😦

Sie trat kurz darauf trotz des Entsetzens ihrer sozialistischen Freunde der Theosophischen Gesellschaft (TG) bei. Sie ließ fünfzehn Jahre Aktivismus zurück, sie zog sich von all ihren Ämtern im Dienste der Aufklärung zurück.

Wikipedia sagt: Besant’s intellectual journey had always involved a spiritual dimension, a quest for transformation of the whole person.

1894 ging sie nach Indien und traf dort Charles W. Leadbeater, sie arbeiteten für den Rest ihres Lebens als Theosophen zusammen. Sie war dem Hinduismus zugewandt und sie wurde auch ein guter Theosophielehrer. Tausende kamen um ihr zuzuhören. Sie wurde nochmals politisch aktiv, sie ging zur indischen Unabhängigkeitsbewegung. Die Briten haben sie für diese Art von Engagement drei Monate hinter Gittern gebracht.

1907 wurde sie Präsident der TG und die TG war unter ihr weiterhin im Aufschwung begriffen. Besant und Leadbeater entdeckten 1909 Jiddu Krishnamurti, welchen sie als Ziehsohn adoptierten, weil sie ihn für den neuen Weltenlehrer und den kommenden Messias hielten. Krishnamurti war ihr Sohn und ihr Guru zu gleich. In den weiteren Jahren hat sie zusammen mit Leadbeater einige Orden gegründet gegründet. 1911 wurde zuerst der „Order of the Rising Sun“ und dann der „Order of the Star of the East“ gegründet.

Im Jahre 1921 entschied sie, dass Krishnamurti nun der Weltenretter bzw. Guru bzw. Lehrer bzw. Erlöser werden sollte. Die Weltpresse war dabei, als der theosophische Retter kommen sollte. Er wollte aber nicht so richtig, er wollte aus der TG austreten und seine eigenen Wege beschreiten. Als Krishnamurti sich von der TG trennte, war Besant etwas beleidigt, zeigte es aber nicht.

Sie starb 1933 im Hauptquartier der TG in Indien.

Weitere Informationen

  • Leadbeater hatte das Hellsehen erlernt und er half auch ihr es zu lernen. Sie begann dann selbst übersinnliche Fähigkeiten zu beanspruchen, aber das brachte Kritik ein und führte zu Konflikten innerhalb der TG und der anderen Orden.
  • Laut Besant bestehe die Aura des Menschen aus fünf Körpern, welche alle aus Feinstoff bzw. Äther bestünden. Diese seien ein spiritueller, kausaler, mentaler, astraler und ätherischer Körper, sie durchdringen den grobstofflichen Körper.

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(FSMoSoph & fluchender Pirat)

Helena P. Blavatsky, die rauchende und fluchende Begründerin der Theosophie

Ramen, fluchende und ggf. rauchende Piraten!

Heute setze ich meine Serienpredigt

Die Evolution hin zur Anthroposophie

bei Helena Blavaktsy, der Erfinderin der Theosophie fort.

Helena P. Blavatsky sagt: Ich bin ein alter buddhistischer Pilger, der in der Welt umherreist, um die Wahrheit, die die einzige wahre Religion ist, zu lehren.

Psiram sagt: Auf Blavatsky geht auch das in der Anthroposophie benutzte Konzept der Wurzelrassen zurück. Auf dem sagenumwobenen Atlantis, das laut Blavatsky 9564 v. Chr. versunken sei, habe sich vor 18.000 Jahren die höchstentwickelte fünfte Wurzelrasse der Arier herausgebildet, zu der sie als Unterrassen die germanisch-nordische bzw. teutonische Rassen zählte, zu der auch Germanen, Kelten und Slawen gehören sollen. Die Juden waren in ihrem Weltbild ein „abnormes und unnatürliches Bindeglied zwischen der vierten und fünften Wurzelrasse“. Die jüdische Religion sei zu einer „Religion des Hasses und Übelwollens gegen jedermann“ entartet. Für die meisten Naturvölker unserer Erde sah Blavatsky deren Ausrottung als eine „karmische Notwendigkeit“ an.

Helena Petrovna Blavatsky (12. 8. 1831 – 8. 5. 1891), die Sphinx des 19. Jahrhunderts, war ein reiches Mädchen, welches viel in der Welt herumkam. Sie wurde 1831 in der Ukraine geboren, hatte ein einer Adeligen angemessenes Leben und sie war früh schon gegen den Dogmatismus. Sie rauchte gerne Zigarren, hat ihren Mann verlassen und sie fluchte öffentlich. Sie lebte in einer Zeit, in der man schon seit langem wusste, dass die Astrologie und die Alchemie nicht mehr gerechtfertigt werden können. Aber spiritistische Strömungen waren zu Ihrer Zeit trotzdem groß in Mode in der High Society.

Aus Asien importierte Sie spirituelle Weisheiten und bastelte daraus einen Atlantis-basierten Antidarwinismus. Sie beeindruckte Ihre Folger mit präparierten Schränken, in denen Briefe der Ahnen materialisierten. Ihre wirren Ideen wurden vor allem von Rudolf Steiner aufgegriffen und verfeinert, obwohl Rudolf ihre Ideen eigentlich blöd fand.

Leben

Ihr Urgroßvater hatte eine große Bibliothek mit vielen Büchern über Freimaurer und Rosenkreuzer, welche sie verschlang. Im Jahre 1851, mit zwanzig Jahren traf sie in London Ihren Meister zum ersten mal. Ihr Meister Morya war ja ein Geistwesen, von welchem sie schon oft geträumt hatte. Er schickte sie nach Tibet, zu abgeschiedenen uralten Felsenbibliotheken. Sie fuhr 1852 zuerst nach Indien. Sie hatte dort viel Kontakt zum Volk. Angeblich ließen sie die Behörden dann doch nicht nach Tibet einreisen. Im Jahre 1856 will sie aber in Tibet an einer Reinkarnationszeremonie des damaligen Dalai Lama teilgenommen haben.

Sie kam dann viel in der Welt herum, sie hat auch die Osterinsel besucht. Ihr Meister hat sie 1873 nach New York geschickt. Sie fand bald einen guten esoterischen Freund, welcher ein hohes Mitglied der amerikanischen politischen High Society war. Herr Henry Steel Olcott war Agrarwissenschaftler, Kriegswissenschaftler, Politberater, spätberufener Jurist und Volksheld. Er war sogar Mitglied der Aufklärungskommission des Mordes an Lincoln. Eigentlich war er ein guter Zweifler, der das Übernatürliche erforschen wollte. Er und sie wollten bald einen Club gründen, um der Sache etwas Form zu verleihen.

Die Theosophische Gesellschaft

Wikipedia sagt: After several iterations the Society’s objectives evolved to be: To form a nucleus of the universal brotherhood of humanity without distinction of race, creed, sex, caste, or colour. To encourage the study of comparative religion, philosophy, and science. To investigate the unexplained laws of nature and the powers latent in man.

Anthrowiki sagt: Wie aus obiger Geschichte hervorgeht, war Neugier und Interesse an okkulten Phänomenen die Triebfeder für die Gründung der Theosophischen Gesellschaft. Recht allgemein formuliert hieß es in der Präambel der Theosophischen Gesellschaft vom 30. Oktober 1875: Die Ziele der Gesellschaft sind die Sammlung und Verbreitung von Wissen über die Gesetze die das Universum regeln.

Da gerade eben ein spiritueller Club namens „Miracle Club“ zerfallen war, weil das Volk diese Scharlatane entlarvt hatte, war die Gelegenheit gut, im Jahre 1875 in New York die Theosophische Gesellschaft (TG) zu gründen. Es handelt sich hierbei um die gegenaufklärerische moderne oder anglo-indische Theosophie, nicht dass Sie sie mit der alten Theosophie, diesem neuplatonischen und gnostischen Quatsch verwechseln, geehrter Leser! Die TG sei, halten Sie sich fest, wir sind noch vor Sir Karl Popper, ein Wissenschaftsorden, welcher die göttlichen Weisheiten sammeln und verwalten wollte. Man geht davon aus, dass am Anfang der Menschheit nicht das Unwissen, sondern das absolute Wissen gestanden habe, welches leider verloren ging. Man müsse es nun zurück holen.

Die göttlichen Weisheiten umfassen wohl alle archaischen und esoterischen Weisheiten, welche alle nennenswerten menschlichen Kulturen Atlantis, dem noch viel sagenhaftereren Lemurien und den unsäglich sagenhaften Hyperboräern besessen hatten. Blavatsky war vom Darwinismus und vom Materialismus ihrer zeitgenössischen Wissenschaften ganz schön enttäuscht und deswegen musste sie wohl den Ursprung der Menschheit in z.B. Atlantis suchen.

Wir schreiben das Jahr 1875, machen Sie sich bitte Ihr eigenes Bild dieser Zeit. Die TG sollte eigentlich eine universelle humanistische Brüderschaft ohne Unterschiede bezüglich der Rassen, Sexualität, Glauben, Kaste oder Hautfarbe sein. Lange vor den Nazis war vielleicht der Zeitgeist schon angereichert mit arischen und sonstigen rassentheoretischen Irrlehren, so flossen diese auch, bewusst oder unbewusst, in die Theosophie mit ein. Das Atlantis-Rohmaterial und die Übermenschenlehre ließen sich nahtlos mit weiterem Unwissen, Glauben und Ignoranz verbinden, wovon Sie sich selbst in Ihren Lieblingsfachbuchabteilungen überzeugen dürfen.

Mit dem Club ging es bergauf und bergab, es haben sich aber schließlich weltweit Logen gebildet. Die TG hat den christlichen Missionaren in Sri Lanka und Indien sogar zu schaffen gemacht, weil sie die Leute erfolgreich abwerben konnte. Astralleiber, Geistwesen, Levitation, Heilsversprechen, alles da. Es wurden Bücher vom Jenseits diktiert und dann niedergeschrieben. Dritte Hände sollen auch Bücher geschrieben haben. Sie war ein Schreibmedium, welches im astralen Licht las und plötzlich erschien die Zeitschrift „The Theosophist„.

Eine Erweiterung der TG entstand mit der 1888 ebenfalls von Blavatsky in London gegründeten Esoteric School of Theosophy (EST), deren Leiterin sie bis zu ihrem Tode war. Zu ihrer Nachfolgerin in dieser Position bestimmte sie ihre gelehrige Schülerin Annie Besant.

Die Coulomb-Affäre

Nach 1884 aber litt die TG an akutem Mitgliederschwund und man versuchte vermehrt mit dem Generieren von echten Wundern gegenzusteuern. Es kam leider zu einem Betrugsskandal, als man herausfand, wie genau sich gewisse Briefe der Ahnen in einem präparierten Schrank materialisierten. 1885 kam Richard Hodgson von der Society for Psychical Research (SPR) in einen einem Bericht zu dem Schluss, Blavatsky habe tatsächlich Briefe gefälscht, was gleichzeitig bedeutete, sie habe paranormale Phänomene vorgespiegelt.

Wikipedia sagt: Bei der damaligen Inspektion von Blavatskys Zimmern entdeckten die anwesenden Theosophen eine Reihe von Geheimtüren und Schiebewänden sowie einen Wanddurchbruch, der eine geheime Verbindung zwischen Blavatskys Schlafzimmerschrank und dem „shrine“ darstellte. Alexis Coulomb gab dabei an, diese Einbauten auf Anweisung Blavatskys vorgenommen zu haben, was diese jedoch, als sie davon erfuhr, nicht bestätigte. Auch waren die Vorrichtungen offensichtlich ganz neu, Holzspäne und Mauerreste lagen noch verstreut umher.

Wikipedia sagt: Mit Bezug auf Frau Blavatsky selbst kam das Komitee zum Schluß: Aus unserer Sicht halten wir sie weder für das Sprachrohr unsichtbarer Propheten, noch für eine gewöhnliche Abenteurerin; wir meinen, dass sie ein Anrecht auf dauernde Erinnerung als eine der vollendetsten, genialsten und interessantesten Schwindlerinnen der Geschichte hat.

Ralph Tegtmeier sagt: Noch vor der Rückkehr der beiden Cheftheosophen hatte der schon erwähnte SPR-Forscher Hodgson in Adyar seine Untersuchungen abgeschlossen und so ziemlich alles, was HPB ihren begeisterten Anhängern vorzuführen beliebte, als Täuschung entlarvt. Er hatte dort ein ganzes Arsenal an Bühnenrequisiten vorgefunden.

Walter von Lucadou sagt: […] Hodgson, der Entlarver der Madame Blavatsky, Begründerin der Theosophischen Gesellschaft, war ein scharfsinniger und kritischer Kopf, in der Täuschungskunst gründlich bewandert und als „Debunker“ schwindelhafter Medien gefürchtet.

Anmerkung: 1986 veröffentlichte die SPR eine Studie, die den Hodgson Report als zweifelhaft bezeichnete.

Wie der „Miracle Club“ so die TG. Ramen. Als man die Blavastky beim Schwindeln mit allerhand Bühnenrequisiten und Magierutensilien erwischt hat, wurde sie sogar für eine russische Spionin gehalten. Aber die TG hat die Coulomb-Affäre eigentlich gut überstanden, bis Steiner aggressiv gegen die TG publizierte.

Skepdic sagt: The reader may wonder why theosophy isn’t universally recognized as the salvation of mankind.

Weitere Informationen

Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(FSMoSoph & fluchender Pirat)

Die Evolution hin zur Anthroposophie

Ramen und Hail Eris, geehrte Astralleiber mit Geistorganen!

Ich habe ja vor Kurzem eine Gastpredigt für ein Inselvolk gehalten, in der ich kurz die esoterischen Ideen von Blavatsky und Steiner umrissen habe. Der alte Rudi

RudolfWaldorf
(many credits to https://twitter.com/RudolfWaldorf for this portrait) ist ja ohnehin eines meiner größten Vorbilder, und darum werde ich, um ihn gebührend zu ehren, eine Serienpredigt

Die Evolution hin zur Anthroposophie

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Hail Eris und Ramen,

Mr_MIR @ live.de
(Aufklärer 2.0, Darwinist, FSMoSoph & Pirat)